Küchenarbeitsplatten richtig beleuchten – auch ohne Hängeschränke

Küchenarbeitsplatten richtig beleuchten – auch ohne Hängeschränke

Schöne Küchen brauchen viel Licht, damit sich alle wohlfühlen und die Essenszubereitung in angenehmer Atmosphäre stattfinden kann. Gutes Licht hebt dabei nicht nur die Stimmung, sondern ist außerdem wichtig, um kleinere und größere Unfälle zu vermeiden: Düstere Ecken auf der Arbeitsplatte erschweren das Schnippeln, Schneiden und Pellen erheblich. Wie Sie Ihre Arbeitsplatte in der Küche perfekt beleuchten, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Kurz und knapp:

  • 500 Lux für die reine Arbeitsplattenbeleuchtung
  • Neutralweißes Arbeitslicht ist empfehlenswert
  • Wir zeigen verschiedene Lösung für Arbeitsplatten mit Oberschränken oder Regalen sowie freistehende Varianten

Der Lichtbedarf in Küchen ist etwas höher als im Wohn- oder Schlafbereich. Gut 300 Lux sollten Sie für das reine Grundlicht einplanen. Für die Arbeitsplatte selbst fällt der Lichtbedarf sogar etwas höher aus. Hier werden schließlich feine Dinge zubereitet – und das braucht Licht.

Wie viel Licht genau? Das ist zusätzlich abhängig von 

  • der Raumgröße,
  • dem Material der Decke und der Wände,
  • der Farbe und der Materialien der Küchenschränke sowie
  • der Position und vom Abstand der Leuchten zueinander sowie zur Arbeitsplatte.

Als Richtwert gelten 500 Lux, die durch verschiedene Leuchtmittel möglichst blendfrei, gleichzeitig aber hell und ohne extra Schattenwurf die Arbeitsfläche erhellen sollten.

Neutralweißes Licht wird in aller Regel empfohlen, da es höhere Kontraste erzeugt und allgemein dabei hilft, konzentriert bei der Sache zu sein. Das gemütlichere warmweiße Licht eignet sich aber ebenso.

In einem eigenen Artikel geben wir Ihnen übrigens fünf grundlegende Tipps für die richtige Küchenbeleuchtung.

Mit Hängeschränken: LED-Streifen und Unterbauleuchten

Einbaustrahler am praktischen Beispiel gezeigt
Nordlux Einbaustrahler Kitchenio (Foto: Hersteller)

In der typischen Aufteilung befinden sich oberhalb der Arbeitsplatte die Hängeschränke. Moderne Versionen setzen vielleicht noch auf Regale, um offenen Stauraum zu schaffen.

In jedem Fall ist die Kopffreiheit über dem Arbeitsbereich eingeschränkt und unter Umständen verschattet, wenn allein eine zentrale Deckenleuchte die Küche erhellen soll.

Die Lösung: LED-Streifen oder Unterbauleuchten.

LED-Streifen sind per Stromanschluss oder nachträglich mit Akku schnell an Ort und Stelle angebracht. LED-Streifen mit Akku-Betrieb sind teilweise sogar selbsthaftend, zum Aufladen nehmen Sie sie einfach von der Schrankunterseite ab. Integrierte Bewegungsmelder sorgen sofort für Erleuchtung, wenn jemand vor die Arbeitsplatte tritt.

Sie eignen sich für

  • die Küchennischenbeleuchtung,
  • zum Einbau unter Hänge-/Oberschränken,
  • zur Beleuchtung von Regalen.

Unterbauleuchten sind dagegen direkt in den Oberschrank oder in die Regale integriert. Leuchte und Schrank- beziehungsweise Regalunterseite bilden hier eine möglichst ebene Fläche. Das ist zum einen leichter zu reinigen und sorgt zum anderen für einen minimalistischen Look.

Unterbauleuchten für die Küche sind wahlweise mit Leuchtstofflampen oder moderner, stromsparender und flexibler mit LED-Leuchtmitteln bestückt.

Die Optik von Unterbauleuchten ist oft reduziert – zu sehen sind die Leuchtenfassungen ja sowieso nicht. Hier kommt es vor allem auf die inneren Werte an: lange Nutzungsdauer, ausreichend Lichtstärke und geringer Stromverbrauch.

Ein Beispiel aus unserem Angebot: Nordlux Einbaustrahler Kitchenio. Weitere Beispiele finden Sie im Bereich Einbauleuchten und in der Kategorie Strahler / Spots.

Ohne Oberschränke: Spots, Decken- und Wandleuchten

Moderne Pendelleuchte mit mehreren, dezentral hängenden Pendeln, die sich auch in der Küche nützlich macht
Fabas Luce Pendelleuchte Arabella (Foto: Hersteller)

Was aber, wenn es keine Oberschränke gibt? Wie lässt sich unschöner Schlagschatten auf der Arbeitsplatte vermeiden und gleichzeitig der höhere Lichtbedarf erfüllen?

Spots sind auch hier die Lösung. Zumindest, wenn sie mit gut 60 Zentimeter Abstand zur Wand in der Decke eingelassen sind. Dann wird der Schattenwurf auf der Arbeitsplatte begrenzt und es fällt ausreichend Licht auf die eigentliche freie Fläche. Achten Sie außerdem auf eine ausreichende Leuchtenzahl, um die erforderliche Lichtstärke zu erhalten.

Ein Beispiel: Escale Spotbalken Spot IT

Vorteilhaft: Erhalten die Spots eine zusätzliche Schaltung, können Sie sie unabhängigen von der sonstigen Deckenbeleuchtung nutzen. Das kann sich bei einfachen Arbeiten in der Küche bezahlt machen, wenn nur ein Teil der Küchenbeleuchtung angeschaltet werden muss.

Deckenleuchten erfüllen den Zweck natürlich auch. Pendelleuchten mit flexiblen Auslegern beispielsweise lassen sich wunderbar über dem offenen Arbeitsbereich in der Küche verteilen. Beispiel: Fabas Luce Pendelleuchte Arabella.

Schienensysteme entlang der Wandfläche mit entsprechendem Abstand sind ideal für geradlinige Küchen, die klare Strukturen aufweisen. Einzelne Spots oder Leuchten richten Sie auf dem Schienensystem ganz nach Bedarf aus. Beispiel: Bopp Deckenleuchte Line

Kleiner Nachteil: In dem Fall ist das Grundlicht zugleich Arbeitslicht, lässt sich also nicht voneinander trennen.

Wandleuchten eignen sich insbesondere in den Bereichen rund um Herd oder Spüle, wenn es dort an zusätzlichem Licht fehlt. Hier lässt sich der Schattenwurf nicht immer ganz vermeiden, aber dafür ist die optische Gestaltung mit Wandleuchten deutlich ausgefallener möglich.

Effektvolle Beleuchtung für Arbeitsplatten

Neben den praktischen Aspekten kann die Arbeitsplattenbeleuchtung auch einfach schön ausfallen. Häufig im Einsatz sind:

  • farbige LED-Streifen unter Hängeschränken,
  • beleuchtete Griffleisten bei den Unterschränken,
  • außenliegende Oberschrankbeleuchtungen.

Letztere sind Deko-Element und praktischer Helfer in einem: Denn der Schrank selbst hat dann eine effektvolle Beleuchtung, was sich besonders am Abend ausgezeichnet macht. Gleichzeitig ist auch ohne Deckenlicht der Griff in den Schrank unfallfrei möglich.

In offenen Wohnküchen wirken dezent beleuchtete Arbeitsflächen durch LED-Streifen unter Hängeschränken oder durch beleuchtete Griffmulden stimmungsvoll und einladend. Im Lichtkonzept des Wohn- und Essbereichs darf diese dezente Hintergrundbeleuchtung jedenfalls nicht fehlen.

Deutlich extravaganter sind dagegen Lösungen, die die eigentliche Arbeitsfläche erstrahlen lassen. Hinterleuchtete Module mit Epoxidharz in Einzelanfertigung ziehen alle Blicke auf sich. Integrierte LED-Lichtbänder in Kombination mit Marmor, gebürstetem Edelstahl und Co. sind in aller Regel Unikate und im Designküchenbereich zu finden.

Schlusswort

Haben Sie Ideen für die eigene Arbeitsplattenbeleuchtung entdeckt? Wir beraten Sie gern zur Umsetzung und zu unterschiedlichen weiteren Lösungen, passend zum individuellen Lichtkonzept. Sprechen Sie uns einfach an!

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