Stimmungsvolle Esszimmerbeleuchtung: So geht’s!

Stimmungsvolle Esszimmerbeleuchtung: So geht’s!

Bei guten Partys stehen alle in der Küche. Aber sobald es ums Essen geht, ist das Esszimmer der gefragteste Raum. Anders ausgedrückt: Das Esszimmer ist einer der Räume, in denen das Familienleben vorrangig stattfindet. Und gutes Licht ist ein Faktor, um diesen wichtigen Ort rundum stimmungsvoll einzurichten.

In diesem Beitrag verraten wir, wie das am besten gelingt.

Inhaltsverzeichnis

Lichtkonzepte fürs Esszimmer

Vor der Leuchtenauswahl für den Essbereich sollte immer die Frage nach dem Lichtkonzept stehen. Beim Esszimmer dreht sich – logischerweise – alles ums Essen. Der eigentliche Essbereich rückt damit ins Zentrum des Raum- und Lichtkonzepts.

Allerdings sind Esszimmer längst nicht nur für gemeinsame Familienmahlzeiten gedacht: Hier wird oft auch gespielt, gebastelt, Papierkram erledigt oder in Zeiten von ausgiebigem Homeoffice auch mal gearbeitet.

Was davon für Ihren Essbereich tagtäglich ansteht, wissen natürlich nur Sie. Je nachdem kann es dann sein, dass Sie unterschiedliche Ansprüche an die Ausgestaltung des Lichtkonzepts haben.

Weitere Fragen, die beim Lichtkonzept eine Rolle spielen sollten:

  • großes (ab 15 Quadratmeter) oder kleineres (unter 10 Quadratmeter) Esszimmer?
  • abgeschlossener Raum oder offener Wohnbereich?
  • Nutzung zu allen Tageszeiten oder vorrangig am Abend?

Einige Antworten dazu:

  • Kleinere Zimmer werden oft nur mit einer einzigen Leuchte bestückt, können aber ergänzende Lampen für die Grundbeleuchtung und für die Inszenierung weiterer Details gebrauchen.
  • Ist der Wohnbereich offengehalten, ergänzt das Lichtkonzept des Essbereichs im besten Falle die anliegenden Räume wie Küche und Wohnzimmer. Ist er geschlossen, können Sie das Lichtkonzept ganz und gar unabhängig entwickeln.
  • Die Nutzungszeit spielt ebenfalls eine Rolle. Ist der Raum sommers wie winters, rund um die Uhr Teil des Alltags? Dann sollten neben der abendlichen Festbeleuchtung zum Essen außerdem abgestufte Lichtquellen für Tätigkeiten untertags eingeplant werden. Vor allem im Winter sind ergänzende Lichtquellen für die nachmittäglichen Hausaufgaben am Esstisch oder die Erledigung des Papierkrams eine gute  Idee.

Beleuchtung für den Esstisch

Esstisch und Esstischlampe sind im besten Falle eine gestalterische Einheit. Und das bedeutet ganz grob: großer Tisch, große Lampe. Schmaler, kleiner oder kurzer Esstisch? Dann sollten sich daran auch die Ausmaße der Lampe orientieren.

Eine Ausnahme werden Sie zu dieser Grundregel sehen: Lampen im XXL-Format. Die können ein spannender Hingucker sein, brauchen aber sowohl optischen als auch tatsächlichen Raum, um ihre Wirkung zu entfalten. Ist das vorhanden kann der Kontrast zwischen extra großer Pendelleuchte und einem „normal großen“ Esstisch sehr wirkungsvoll sein.

Kurz & knapp: Anforderungen an die Esszimmertischlampe

  • warmweiße Lichtfarbe, ~ 2.700 Kelvin
  • ausreichende Beleuchtungsstärke je nach Raum-/Tischgröße mit 200 – 400 Lux
  • Farbwiedergabeindex von mindestens 80
  • direkte Esstischbeleuchtung bei nicht-spiegelnden Oberflächen, indirekte Beleuchtung bei Glastischen etc.
  • circa 60 Zentimeter Abstand zwischen Leuchte und Tischoberfläche

Bei Esstischen deutlich über zwei Metern Länge bieten sich Seilzug- oder Ausleger-Leuchten an. Wer die entsprechenden Anschlüsse in der Decke vorfindet, kann auch mehrere gleichartige Lampen hintereinander setzen.

Abhängig vom Wohnstil und den eigenen Vorlieben sind Esstischlampen wahlweise opulent oder minimalistisch – und alles dazwischen. Dem Design sind quasi keine Grenzen gesetzt. Allerdings sind solche Leuchten immer die beste Wahl, die ausdrücklich blendfrei knapp oberhalb der Augenhöhe (im Sitzen!) angebracht sind. Probieren Sie verschiedene Esszimmertischleuchten möglichst in natura aus – und setzen Sie sich dazu hin, wenn es eine Möglichkeit zum Hinsetzen gibt.

Die gestalterische Wirkung einer Esszimmertischleuchte entfaltet sich schließlich auf zwei Arten:

  1. beim Betreten des Raums und
  2. während der eigentlichen Mahlzeit.

Wichtig: Die Esstischbeleuchtung ist ausdrücklich für den Esstisch gedacht – sie kann, muss aber nicht das restliche Zimmer beleuchten. Dafür gibt es schließlich das Grund- und Orientierungslicht!

Der Tisch im Esszimmer braucht blendfreies Licht, dass sich idealerweise je nach Nutzung anpassen lässt. (Foto: Nordlux)

Orientierungs- und Grundlicht

Weniger stimmungsvoll, sondern vor allem zweckmäßig ist das Orientierungs- und Grundlicht. Es wird sowohl zur Ausleuchtung dunklerer Ecken genutzt als auch bei ganz simplen Aufräum- und Reinigungsarbeiten. Ähnlich wie im Schlafzimmer ist das Grundlicht nicht für eine gemütliche Atmosphäre gedacht, weil es meistens zu hell und zu direkt in den Raum fällt. Aber: Ohne geht’s eben auch nicht.

Damit es im Esszimmer trotzdem nicht zu klinisch hell wird, empfehlen sich beispielsweise Wandleuchten mit indirekter Lichtstrahlung. Der Esstisch als Lichtzentrum ist dann klar akzentuiert, die weiter weg liegenden Wände in größeren Räumen sind dank schöner Wandleuchten zusätzlich gut beleuchtet.

Kurz & knapp: Anforderungen an das Grundlicht

  • warmweiße Lichtfarbe, ~ 2.700 Kelvin oder mehr
  • Beleuchtungsstärke bei 100 – 300 Lux (Orientierungslicht) beziehungsweise bis 400 Lux (Grundlicht)
  • Wandleuchten oberhalb der (sitzenden) Augenhöhe anbringen
  • bei Bedarf dimmbar

Wird das Esszimmer vor allem tagsüber beziehungsweise nicht ausschließlich für Mahlzeiten genutzt? Dann kann das Grundlicht ruhig etwas kräftiger ausfallen, um den Raum optimal auszuleuchten.

Eine Dimm-Funktion ist eine smarte Ergänzung, um es auf eine angenehme Lichtstärke zu reduzieren, wenn das Essen beendet ist. Dann sitzt es sich im gedämpften Licht viel gemütlicher am Esstisch.

Akzentlichter

Die Kür für besonders gelungene Esszimmer sind ohne Frage die Akzentlichter. Neben der klassischen Standleuchte eignen sich

  • Kommoden- und Vitrinenbeleuchtungen,
  • LED-Stripes als Beleuchtung für einzelne Wandregale,
  • Bilderleuchten,
  • Kerzen, LED-Kerzenleuchten, Windlichter und Co.,
  • jahreszeitlich passende LED-Fensterbeleuchtung.

Der Fantasie sind beinahe keine Grenzen gesetzt. Akzentlichter sind schließlich dafür gemacht, das Auge auf einzelne, besonders herausragende Punkte im Raum zu lenken. Das kann das besondere Kunstwerk sein, das mittels Bilderleuchte in Szene gesetzt wird. Oder die Vitrine, in der geliebte Erbstücke auf den nächsten Einsatz fürs Familienessen warten.

Esszimmerleuchten für jeden Geschmack

Wie das mit Wohnraumleuchten so ist: Es gibt sie in allen denkbaren Farben, Formen und Varianten.

  • Die Deckenleuchten sind häufig in Form von Pendelleuchten gestaltet, um das Licht zielgerichtet auf den Tisch zu lenken.
  • Wandleuchten dienen als zusätzliche Lichtquellen, meist als indirekte Lichtquelle (siehe oben).
  • Stand- und Stehleuchten erhellen vom Esstisch entfernt liegende, dunklere Ecken. Sie leuchten nur bei Bedarf und nicht generell bei jeder Mahlzeit.

Aufhängung und Lampenschirme sind je nach gewähltem Stil in Glas, Metall, Holz, modernen Kunststoffen oder sogar Papier gehalten. Teilweise bilden LED-Leuchtmittel und Leuchte eine Einheit, wenn das Leuchtmittel fest verbaut und Teil des Designs ist. Teilweise lässt sich mit unterschiedlichen LED-Leuchtmitteln zusätzlich spielen, indem getönte Leuchtmittel oder besondere Glaskörperformen verwendet werden.

Pendelleuchten sind klassisch, zeitlos – und für jeden Stilmix zu haben. Dezentere Varianten sind ebenso denkbar wie jene, die gnadenlos jeden Blick im Raum auf sich ziehen. Beispiel: Lupia Licht Pendelleuchte Drop.

Lupia Licht Pendelleuchte Drop (Foto: Hersteller)

Für Scandi-Fans und Minimalisten sind Esszimmerleuchten mit dezenten Metallschirmen und in abgetönten, zurückhaltenden Farben ideal. Beispiel: Nordlux DFTP Pendelleuchte Artist 40

Nordlux DFTP Pendelleuchte Artist 40 (Fotos: Hersteller)

Dezente Pendel mit stilistisch simplen, aber harmonisch wirkenden Leuchtenkörpern tun, was sie sollen: Licht spenden. So bleibt der eigentliche Tisch mit dem, was darauf zu finden ist, ganz bewusst im Zentrum aller Aufmerksamkeiten. Beispiel: Nordlux Pendelleuchte Tilo 5-flammig.

Nordlux Pendelleuchte Tilo 5-flammig (Fotos: Hersteller)

Freunde der opulenten Beleuchtung freuen sich über Dekore, die mit dem Luxus spielen, ohne dabei vom eigentlich Raumzentrum abzulenken. Wandleuchten mit goldiger Beschichtung erzeugen nicht nur ein stimmungsvolles, indirektes Licht. Sie sind auch echte Eyecatcher! Beispiel: Catellani & Smith Wandleuchte Lederam W 17 LED.

Catellani & Smith Wandleuchte Lederam (Fotos: Hersteller)

Ausgefallen und raumgreifend darf eine Beleuchtung für den Esszimmertisch aber schon sein! Höhere Decken wie im Altbau und großzügig geschnittene Räume sind die besten Voraussetzungen dafür, auch ganz spezielle Leuchten ideal in Szene setzen zu können. Beispiel: By Rydéns Hängeleuchte Gross Bar L.

By Rydéns Hängeleuchte Gross Bar (Fotos: Hersteller)

Für kleine Esszimmer und vor allem für runde, kleinere Esstische bieten sich dagegen kleine Leuchten an. Runde Esstische verlangen ja geradezu nach rundlich geformten Leuchten! Kombinieren Sie rund mit rund, wirkt es automatisch harmonisch. Setzen Sie bewusst auf Kontraste, kann das einen ansonsten eher ruhig wirkenden Raum wiederum gestalterisch aufpeppen. Beispiel: By Rydéns Pendelleuchte Bellissimo Grande.

By Rydéns Pendelleuchte Bellissimo Grande (Fotos: Hersteller)

Schlusswort

Mit einem sorgfältig erstellten Lichtkonzept wird aus dem Essbereich Ihres Hauses eine stimmungsvolle Oase, in der sich Mahlzeiten wunderbar genießen lassen. Lassen Sie sich von unseren Beispielen inspirieren und sprechen Sie uns bei Fragen zu konkreten Umsetzungsideen gern direkt an. Unsere Mitarbeiter in der Ausstellung beraten Sie gern!

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