Mit gutem Gewissen kaufen: Lampen aus regionaler und nachhaltiger Produktion

Mit gutem Gewissen kaufen: Lampen aus regionaler und nachhaltiger Produktion

Entschuldigen Sie das kleine Wortspiel, aber ein Lampenhersteller kann auch ein leuchtendes Vorbild sein. Einige dieser Unternehmen stellen wir Ihnen in diesem Beitrag vor.

Alle hier genannten Marken sind in der einen oder anderen Form besonders. Mehrere davon stellen ihre Lampen in Deutschland und anderen europäischen Ländern her. Oder sie verwenden Materialien, die nachhaltig produziert wurden, sich gut fürs Recycling eignen oder aus dem Recycling-Kreislauf stammen.

Mit Leuchten dieser Anbieter holen Sie sich nicht nur Licht und ein ansehnliches Einrichtungsobjekt nach Hause. Sie wissen zugleich, dass Sie mit diesem Produkt ein Unternehmen unterstützen, dem seine Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft wichtig sind.

Artemide

Der italienische Leuchtenhersteller Artemide konzentriert sich auf „nachhaltiges Design“, kombiniert mit moderner Technik und traditionsreicher Handwerkskunst. Die Lampen werden in Europa und den USA hergestellt. Stolz verweist Artemide darauf, dass sie ihr eigenes, mundgeblasenes Glas verwenden.

Langlebigkeit durch hohe Qualität in Material und Design ist dem Unternehmen wichtig. Es hat zahlreiche Designpreise gewonnen und zwei Modelle wurden bereits in Museumssammlungen aufgenommen.

Bopp

Bopp Leuchten ist „Made in Germany“ und das schon in dritter Generation. 80 Mitarbeiter stellen die Leuchten im baden-württembergischen Limbach her. Und damit nicht genug: Bopp arbeitet außerdem bevorzugt mit regionalen Zulieferern. Kombiniert mit dem handwerklichen Know-how des Unternehmens bietet es so eine hohe Produktqualität.

Casablanca

Casablanca verspricht zeitloses und hochwertiges Design „Made in Germany“. Wichtig ist dem Hersteller die traditionelle Handwerkskunst: Die meisten gläsernen Lampenschirme sind beispielsweise mundgeblasen.

Das 1980 gegründete Unternehmen wird in zweiter Generation geführt. „Leuchten von Casablanca bieten als langlebige Qualitätsprodukte hervorragendes Licht sowie Freude an Form und Funktion“, schreibt Geschäftsführer Jeremy Weis auf der Website des Herstellers.

CMD

Die Creativ Metalldesign GmbH (CMD) ist eine hervorragende Anlaufstelle für hochwertige Außenleuchten, hergestellt in Deutschland. Und damit nicht genug: CMD setzt ganz auf Edelstahl, das ebenfalls „Made in Germany“ ist. Zugleich möchte CMD „bestmögliche Qualität zum attraktiven Preis“ bieten, wie sie auf ihrer Website schreiben.

Escale

Escale ist ein mittelständisches Familienunternehmen aus dem Odenwald. Es setzt voll und ganz auf hochwertige Leuchten und Lichtobjekte, hergestellt in Deutschland. Seine Produkte bestechen durch makellose Verarbeitung und hochwertige Materialien. Sie werden in einem hohen Maß in Handarbeit produziert.

Fabas Luce

Der italienische Hersteller Fabas Luce legt großen Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit. So kommen bevorzugt natürliche Materialien zum Einsatz: Dazu gehören Stoff, Glas, Holz und Keramik. Planung und Produktentwicklung finden zudem ausschließlich in Italien statt.

Good & Mojo

Die niederländische Marke Good & Mojo stellt ihre Leuchten ausschließlich aus recycelten und nachhaltigen Materialien wie Kork, Bambus, Öko-Leinen oder Holzspänen her. Damit nicht genug: Einen Teil des Kaufpreises spendet Good & Mojo an die WakaWaka Foundation. Die wiederum hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen in Krisengebieten und abgelegenen Regionen Zugang zu Solarstrom zu geben. Nicht zuletzt verspricht Good & Mojo: Für jede verkaufte Leuchte pflanzen sie einen Baum.

Graypants

Das 2007 in Seattle gegründete Designstudio Graypants legt besonderen Wert auf Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle Produktion. So entstand die Idee zu Lampenschirmen aus recyceltem Karton, die zudem in Handarbeit gefertigt werden. Diese „Scraplights“ sind durch ihr außergewöhnliches Material nicht nur ein Hingucker, sondern strahlen auch ein warmes Licht aus.

Grossmann

Grossmann steht für hohe Ansprüche an Design, Material und Qualität. Alle Leuchten werden ausschließlich in Deutschland gefertigt. Am  Standort in Nordrhein-Westfalen arbeiten Designer, Konstrukteure und Techniker Hand in Hand, um Wohnraumleuchten für höchste Ansprüche herzustellen. „Die ausschließlich regionale Fertigung erlaubt höchste Qualitätsstandards durch stetige Begleitung und Überwachung der Produktionsprozesse“, schreibt das Unternehmen auf seiner Website.

Holtkötter

Kaum ein anderer Hersteller verbindet klassische Handwerkskunst mit modernen Technologien wie das traditionsreiche Familienunternehmen Holtkötter. Gegründet 1964 im westfälischen Bad Waldliesborn, kann es stolz auf sein umfangreiches Know-how verweisen. So kombiniere man „die deutsche Industrietradition mit der deutschen Handwerkstradition“, heißt es in einer Selbstdarstellung des Unternehmens.

Hufnagel

Hufnagel entwickelt und produziert mit Leidenschaft und handwerklichem Können Qualitätsleuchten Made in Germany. Hochwertige Materialien kombiniert mit innovativer und nachhaltiger LED-Technik zeichnen ihre Modelle aus.

LDM

Entgegen dem Trend der Massenfertigung setzt die „Licht Design Manufaktur“ LDM lieber auf handwerkliche Qualität mit Liebe zum Detail. Fast alle Komponenten der Produkte werden in Deutschland hergestellt. Die Endmontage und die Qualitätsprüfung finden am Firmensitz in Pforzheim statt.

Puristische, klare Formsprache, Funktionalität und höchste Materialqualität, die Konzentration auf das Wesentliche – alles das sind die Grundpfeiler des Leuchtendesigns von LDM.

Less ‘n‘ More

Mit viel Liebe zum Detail werden die ausgefallenen Leuchten von Less ‘n’ More nicht nur in Deutschland gestaltet, sondern auch größtenteils hier produziert. Hier stehen Funktionalität und innovative Technologie an erster Stelle. In liebevoller Qualitätsarbeit stellt das Kölner Unternehmen Leuchten mit einem ganz eigenständigen Charakter her.

LZF

Das spanische Familienunternehmen LZF entwirft nicht nur Leuchten, die mit ihren Formen sofort ins Auge fallen. Auch das Material ist ungewöhnlich: speziell behandeltes Furnierholz, das in Handarbeit veredelt und verarbeitet wird. Man behandle dieses Material so wie ein Modelabel mit schönen Stoffen umgehen würde, lässt das Unternehmen wissen.

Die Besonderheiten reichen bis hin zur Verpackung, die in hohem Maße biologisch abbaubar ist.

Oligo

Oligo geht es nach eigener Aussage um „unverwechselbare Leuchten für den Wohnraum und den ausgewählten Shop- und Objektbereich“. Das Unternehmen versteht sich als Manufaktur und damit als Gegenpol zur austauschbaren und kurzlebigen Massenware.

Oligo kann auf rund 200 Fachkräfte verweisen, die an zwei Standorten mit modernster Technologie Leuchten fertigen. Oligo ist „Made in Germany“ und achtet mit Argusaugen darauf, dass die Qualität verlässlich stimmt.

Secto Design

Secto Design aus Finnland schwört auf Handwerkskunst bei der Herstellung seiner Leuchten und verweist mit Stolz auf die gute Ausbildung seiner Mitarbeiter. Das Holz kommt zudem aus kontrollierten Quellen: Secto verwendet ausschließlich PEFC-zertifiziertes, hochwertiges finnisches Birkenfurnier. Diese Zertifizierung garantiert eine ökologische und sozial nachhaltige Waldbewirtschaftung. Dabei stehen Punkte wie die Biodiversität und die Waldgesundheit, sowie das Wohlergehen der Arbeiter und der kulturelle Wert der Wälder im Mittelpunkt. Zudem lässt sich das Birkenholz exakt zu dem Wald zurückverfolgen, in dem es geschlagen wurde.

Tobias Grau

Der deutsche Leuchtendesigner Tobias Grau entwirft seine Leuchten nicht nur in Deutschland, er produziert sie auch an seinem Hauptsitz in der Nähe von Hamburg. Dabei kommen hochwertige Komponenten zum Einsatz. Und die Designs wurden mehrfach ausgezeichnet: Über 70 Design Awards hat Tobias Grau erhalten: darunter 15 Mal den iF Design Award, 14 Mal den Reddot Design Award und 10 Mal den German Design Award.

Schlusswort

Wer sich für oder gegen ein Produkt entscheidet, gibt damit auch eine Stimme ab: „Ja, bitte mehr davon“ oder „Nein, das möchte ich nicht“. So entstehen nicht nur Designtrends, sondern so lassen sich auch gesellschaftlich oder ökologisch sinnvolle Veränderungen herbeiführen. Wie erfolgreich das sein kann, zeigt sich beispielsweise am EU-Energielabel: Es macht seit den 90er Jahren Unterschiede im Energieverbrauch sichtbar und die wurden auch dadurch zu einem wichtigen Kriterium beim Kauf. In der Folge hat die Industrie die Energieeffzienz ihrer Produkte so stark verbessert, dass das Label eine neue Kategorisierung brauchte.

Leuchten aus regionaler Produktion, hergestellt aus nachhaltigen Materialien, gefertigt in traditioneller Handarbeit: Auch das sind Werte, die eine solche Veränderung herbeiführen können.