Leuchten für Kinder- und Jugendzimmer richtig aussuchen

Leuchten für Kinder- und Jugendzimmer richtig aussuchen

Gemütliches, warmes Licht ist für das Babyzimmer wunderbar, deckt aber spätestens beim bastelbegeisterten Kleinkind den Lichtbedarf nur noch unzureichend. Damit das Zimmer für die Kleinsten von Anfang an gut ausgestattet ist, gibt es im Lichtkonzept für Kinderzimmer einiges zu beachten. Deshalb haben wir für Sie einige hilfreiche Tipps bei der Auswahl geeigneter Beleuchtung im Baby-/Kinder- und Jugend-Zimmer zusammengestellt.

Kurz und knapp:

  • warmweiße Lichtfarben mit 2.700 bis 3.300 Kelvin
  • Farbwiedergabewerte ab R=80
  • wechselnden Lichtbedarf beachten
  • kippsichere Leuchten bevorzugen

Inhaltsverzeichnis

Kinderzimmerleuchten passend auswählen

Das Lichtkonzept eines Raumes entscheidet mit darüber, wie wohl Sie sich darin fühlen. Bei Kinderzimmern ist das besonders kniffelig, denn neben individuellen Vorlieben für Designs, Formen und Farben ist der wechselnde Lichtbedarf herausfordernd. Mindestens so herausfordernd, wie der sich wandelnde Geschmack eines Kindes, der sich zwischen 3 und 13 ja deutlich verändert.

Zeitlose Leuchten ohne Blümchen, Tierköpfe oder knallige Farben haben in der Regel eine längere Lebensdauer, bevor sich das heranwachsende Kind eigene Leuchten aussuchen möchte.

… für das Baby-/Kleinkindalter

Hufnagel Luna, Reality Nina, Globo Anita (v.l.n.r.) (Fotos: Hersteller)

Babys sehen in den ersten Lebenstagen kaum 30 Zentimeter weit und lernen vorrangig Gesichter sowie kontraststarke Primärfarben zu unterscheiden. Die liebevoll ausgesuchte Deckenlampe mit filigranen Tierfiguren sehen also vor allem Sie selbst als Eltern. Bei der Gestaltung des Zimmers dürfen Ihre Vorlieben deshalb Vorrang haben, das gilt auch für die Auswahl der Leuchten!

Das Licht selbst spielt vor allem in Verbindung mit der Entwicklung eines Tages-Nacht-Rhythmus eine Rolle. Eine eher rötliche Lichtfarbe wirkt beruhigend und stimmt ihr Baby auf kommende Schlafphasen ein. Warmweiße Leuchten mit gedämpftem oder indirektem Lichtschein sind für die Grundbeleuchtung ideal, weil sie nicht blenden. Beispiel: Hufnagel Deckenleuchte Luna.

Eine funktionellere Beleuchtung wird eigentlich nur am Wickelplatz benötigt – für Sie als Eltern. Haben Sie einen Leseplatz im Babyzimmer eingerichtet? Dann kann eine gerichtete Leselampe an dieser Stelle hilfreich sein. Beispiel: Reality Wand- und Deckenleuchte Nina.

Solange die Kinder nicht eigenständig krabbeln, sind Stehleuchten eine flexible Lichtquelle, die zwischen Wickelplatz und Kuschelecke ganz nach Bedarf umgestellt wird. Beispiel: Globo Stehleuchte Anita Grau.

… für Kita- und Schulkinder

Eine hellgraue Tischleuchte auf einem Schreibtisch; eine schwarze Wandleuchte mit Scherenmechanik-Leuchtenarm neben einem Bett
Nordlux DFTP Stay (li.) und It's about Romi Aberdeen. (Fotos: Hersteller)

Spätestens wenn Ihr Kind aus eigenem Antrieb heraus malen, basteln und Bilderbücher anschauen möchte, ist es Zeit für ein Licht-Upgrade.

Neben dem weichen Grundlicht werden jetzt Funktionsleuchten benötigt, die Ihr Kind auch selbstständig bedienen kann. Schreibtischlampen sowie Leseleuchten am Bett oder in der Kuschelecke sollten gut erreichbar sein. Hier gelten die klassischen Regeln, wie Sie Sie auch von Schreibtisch- und Leselampen für Erwachsene kennen:

  • helles, warmweißes bis neutralweißes Licht entlastet die Augen beim Lesen und Lernen,
  • Schlagschatten vermeiden, indem die Funktionsleuchte links von Rechtshändern bzw. rechts von Linkshändern angebracht wird,
  • Farbwiedergabewert von mindestens R=80, um beim Malen, Lesen und Schreiben Farben gut unterscheiden zu können.

Beispiel Schreibtischleuchte: Nordlux DFTP Tischleuchte Stay.

Bei kleineren Kindern kann eine Wandmontage sinnvoller sein. Dann sind robuste Modelle aus Metall zur einfachen Verwendung ideal, um Bastel- und Malplätze richtig zu beleuchten. Beispiel: It’s about Romi Wandleuchte Aberdeen.

Tipp: Überprüfen Sie die Leuchtmittel regemäßig und achten Sie darauf, dass montierte Leuchten weiterhin fest mit der Wand verbunden sind.

… für Teenies

Nordlux Lotus, Nordlux DFTP Nori 27, Reality DJ (v.l.n.r.) (Fotos: Hersteller)

Im Jugendzimmer sollte das Lichtkonzept auf die unterschiedlichen Raumnutzungsarten weiter angepasst werden. Hier wird geschlafen, gezockt, gelesen, gelernt oder einfach nur entspannt. Eine Deckenleuchte schafft zunächst grundlegendes Licht. Lampen mit Spots helfen dabei, unterschiedliche Ecken des Raums auszuleuchten. Beispiel: Nordlux Deckenleuchte Lotus.

Pendelleuchten bieten sich ebenfalls an, das Grundlicht auf stylische Art und Weise ins Teenie Zimmer zu bringen. Beispiel: Nordlux DFTP Pendelleuchte Nori 27.

Für die individuelle weitere Nutzung braucht es dann zusätzliche Leuchten. Und die sollten zum jeweiligen Stil des Zimmers passend ausgewählt werden. Da ist es oft geschickter, sich direkt in der „Erwachsenenabteilung“ umzuschauen, am besten gemeinsam mit dem Teenie selbst. Der eine wird auf eher klare, einfache Akzente setzen. Andere haben ein gutes Auge für die kleinen Details, die dem Raum den letzten, perfekten Schliff versetzen.

In kleinen Räumen oder bei eher minimalistischen Einrichtungswünschen sind Kombinationsleuchten perfekt. Tragbare Akkuleuchten bringen das Licht an jeden Ort im Raum – oder spenden auf Übernachtungspartys zusätzlich Licht. Und werden per Bluetooth zur Musikanlage! Beispiel: Reality Tischleuchte DJ.

Nachhaltige Lichtkonzepte orientieren sich am durchgängigen Lichtbedarf. Das heißt, dass beispielsweise Wandleuchten mit auswechselbaren Lampenschirmen verwendet werden – vom kindlichen Design bis zum neutralen Look ist damit eine lange Nutzungsdauer abgedeckt.

Die Position von Decken- und Wandleuchten ist meist fix, neutrale zeitlose Designs verschönen den Raum langfristig, ohne alle paar Jahre ausgetauscht werden zu müssen. Kindgerechte Akzente setzen Sie mit farbenfrohen Leuchten am Bett, als Nachtlicht oder in der Bastelecke.

Leuchtenarten, Materialien und Stile

Decken-, Wand- und Stehleuchten eignen sich ganz generell für den Einsatz im Kinderzimmer. Mit einer Einschränkung: Standleuchten und Tischleuchten sind im Krabbel- und Kleinkindalter nicht zu empfehlen. Aus Sicherheitsgründen sollten Baby- und Kleinkindzimmer besser nur mit Leuchten ausgestattet sein, die fest an Decke und Wand befestigt sind – oder so schwer, dass sie nicht vom Kind heruntergerissen werden können.

Deckenleuchten und Leuchten mit Spots sind für alle Altersstufen empfehlenswert. Pendelleuchten kommen meist erst im Jugendzimmer zum Einsatz. Besonders praktisch sind Pendel mit variabler Höhe, die auf den Schreibtisch ausgerichtet werden können.

Wenn es eine Leuchtenart speziell für Kinderzimmer gibt, dann sind das wohl die Nachtlichter. Sie werden meist per Stecker mit Strom versorgt; es gibt aber auch akku- und batteriebetriebene Modelle. Einige leuchten mit beruhigenden gedeckten Farben, andere zaubern Tierwesen oder den Sternenhimmel an die Decke. Eine Abschaltautomatik oder eine Anbindung an eine smarte App-Steuerung kann hilfreich sein, damit das Nachtlicht nicht die ganze Nacht lang brennt.

Typische Materialien für Kinderzimmerleuchten sind:

  • Metall und Holz für den Leuchtenkörper,
  • robuster Kunststoff oder zeitloses Metall für den Lampenschirm.

Auch Glas kommt zum Einsatz. Erfahrungsgemäß geht in Kinderzimmern beim wilden Toben aber viel eher etwas zu Bruch.

Statt Halogenlampen empfehlen wir ausdrücklich LED-Leuchtmittel für Kinderzimmer. Die sind nicht nur sparsam und langlebig, sie erwärmen sich auch kaum beim Gebrauch. Neugierige Kinderhände kommen dank den eher kühlen LED-Leuchtmitteln deutlich seltener zu Schaden als es früher bei klassischen, wirklich heiß werdenden Glühbirnen der Fall war!

Und die Stile? Im modernen Kinderzimmer können sich Eltern so richtig austoben. Vom pastelligen Flausch-Dekor bis zu elegant-dezenten Scandi-inspirierten Leuchten ist für jeden Geschmack die passende Beleuchtung erhältlich.

Nützliche Zusatzfunktionen

Welche Features dürfen bei Lampen für Kinder- und Jugendzimmer nicht fehlen?

Eine Abschaltautomatik beispielsweise spart Strom. Das gilt vor allem in Kinderzimmern, denn hier brennt erfahrungsgemäß ständig Licht, ohne das jemand im Raum wäre. Nachtlichter haben meist eine Funktion, die sie nach einem definierten Zeitraum ausschaltet. Zusätzlich empfehlen sich Nachtlichter mit Bewegungssensor für größere Kinder, die nur auf dem nächtlichen Weg zur Toilette noch etwas Licht benötigen.

Dimmschalter vereinfachen die Lichtgestaltung im Kinderzimmer. Sie können meist zwischen Tageslichtähnlichem hellen Licht und einer deutlich gedämpften, weniger lichtstarken Beleuchtung auswählen. Damit liefert eine Lampe das passende Licht für Lesen, Lernen und Basteln tagsüber sowie schlaffördernde, entspannende Beleuchtung zur Schlafenszeit.

Integrierte Bluetooth-Boxen, ein USB-Anschluss beziehungsweise eine Qi-Ladefunktion sind moderne und dringend benötigte Funktionen spätestens im Jugendzimmer. Eine Leuchte, zahlreiche weitere Nutzungsmöglichkeiten – und gleichzeitig halten sich Kabelgewirr und Geräteanzahl in Grenzen.

Akkubetriebene Standleuchten sind flexible Ergänzungen für den Alltag im Kinderzimmer. Die Leuchte wandert ohne Kabel von einem Spiel- und Kuschelplatz zum nächsten mit. Ihr Kind kann die Akkuleuchte selbstständig bedienen – ohne einer Steckdose näher kommen zu müssen. Die Stolperfalle Kabel ist ebenfalls passé, schließlich gibt es keins.

Schlusswort

Ein stimmiges Lichtkonzept erleichtert Ihnen die Auswahl passender Leuchten für jeden Lebensabschnitt Ihres Kindes – vom Babyalter an bis zur Teenie Zeit. Dabei ist es wichtig, sich die verschiedenen Bedürfnisse für Licht und Beleuchtungsarten vor Augen zu halten. Wir hoffen, Sie haben sich einige Anregungen aus unserem Beitrag mitgenommen.

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