Licht im Schlafzimmer: Wie Sie ein angenehmes Schlafklima schaffen

Licht im Schlafzimmer: Wie Sie ein angenehmes Schlafklima schaffen

Künstliche Lichtquellen sind praktisch, da sie uns unabhängig von der Tageszeit und Witterung erlauben, alles zu sehen und aktiv zu sein. Da Licht aber auch auf unseren Tag-Nacht-Rhythmus wirkt, lohnt es sich, einige Punkte bei der Lichtplanung im Schlafzimmer zu bedenken.

Lesen Sie hier, wie Sie sich eine echte Ruhe-Oase schaffen, die zum Träumen, Entspannen und Erholen einlädt.

Welche Lichtfarbe ist im Schlafzimmer am besten geeignet?

Selbst weißes Licht ist nicht immer weiß. Das sieht und merkt man aber oftmals erst im direkten Vergleich. Das natürliche Licht der Sonne bewegt sich etwa im blauen Farbspektrum. Künstliches Licht mit derselben Ausrichtung wirkt dementsprechend anregend und ist daher für einen Ort, an dem Sie zur Ruhe kommen möchten, weniger geeignet.

Vielleicht ist Ihnen der Blaufilter auf Ihren Geräten wie Handy oder Tablet bekannt, der sich am Abend einschaltet, um den belebenden Effekt zu umgehen: Die blauen Anteile des Lichts werden verringert, der Bildschirm bekommt einen wärmeren Ton.

Aus diesem Grund sollten Sie auch bei der Wahl der Leuchtmittel auf Produkte mit warmweißem oder leicht gelblich-goldenem Licht setzen. Eine beliebte Lichttemperatur für das Schlafzimmer liegt zwischen 1800 und 2700 Kelvin.

Lesen Sie dazu auch: „Farbtemperatur in Kelvin: Welcher Raum braucht welchen Wert?“

Welches Licht fördert Melatonin?

Licht mit einem hohen Blauanteil hemmt die Ausschüttung von Melatonin, dem sogenannten Schlafhormon. Umgekehrt begünstigen warmweiße Lichtquellen mit geringer Farbtemperatur (unter 3000 Kelvin) die natürliche Melatoninproduktion, indem sie dem Licht der Abenddämmerung ähneln.

Diese Art von Beleuchtung hilft dem Körper, in den Ruhemodus zu wechseln und bereitet optimal auf das Einschlafen vor.

Welche Lichtfarbe stört nicht beim Schlafen?

Grundsätzlich wirkt jede Form von künstlichem Licht hemmend auf den natürlichen Schlafprozess, da es die Melatoninproduktion beeinflussen kann. Besonders helles oder blaustichiges Licht signalisiert dem Körper Wachsamkeit und stört den biologischen Rhythmus.

Wenn Licht im Schlafzimmer unvermeidbar ist, sind rötlich-warmweiße Lichtfarben (unter 3000 Kelvin) besonders wichtig. Auch bei Tablet, Fernseher, Smartphone und Co. sollte mindestens der Blaufilter angeschaltet werden.

Wohnbeispiel eines beleuchteten Schlafzimmers mit Vergleich von warmweißer und kaltweißer Lichtfarbe.
Die Lichtfarbe trägt viel zum Schlafklima bei. (Links: warmweißes Licht mit 2700 Kelvin; Rechts: kaltweißes Licht mit 5000 Kelvin)

Welches Leuchtmittel sollte man für das Schlafzimmer auswählen?

Auch wenn Sie am Abend in der Regel weniger komplexe Sehaufgaben zu bewerkstelligen haben als am Tag, sollten Sie dennoch darauf achten, dass das Leuchtmittel Ihrer Wahl flimmerfrei ist und zuverlässig leuchtet.

Flackerndes Licht, welches möglicherweise noch Störgeräusche produziert, wirkt unruhig und kann ungewollt die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Dabei ist das Flimmern minderwertiger Leuchtmittel gar nicht immer direkt sichtbar, kann sich aber trotzdem auf Ihr Wohlbefinden auswirken.

LEDs sind eine gute und ressourcenschonende Wahl. Es gibt sie mittlerweile in verschiedensten Formen. Besonders praktisch sind LED-Leuchten für das Schlafzimmer, mit denen Sie die Helligkeit und Lichtfarbe passend zum Abend ändern können.

Zwei Hängelampen über einem Nachttisch, ein türkisfarbenes Boxspringbett
Wer sagt denn, dass „Nachttischlampen“ immer auf dem Nachttisch stehen müssen? (Foto: Europa Möbel-Verbund)

Sollten Schlafzimmerlichter dimmbar sein?

Je weiter der Abend voranschreitet, desto sanfter sollte die Beleuchtung ausfallen, um Ihren Körper auf die Nacht vorzubereiten. Nicht nur Lichtfarbe, sondern auch Helligkeit sollten optimal auf den Schlaf vorbereiten.

Entscheiden Sie sich für dimmbare Schlafzimmerlampen, können Sie die Helligkeit des Lichts individuell anpassen. Das bietet sich insbesondere dann an, wenn Sie nur eine oder wenige Lampen im Raum haben und diese sowohl beim Ankleiden, zum Lesen und als Stimmungslicht nutzen.

Wie viel Licht sollte man im Schlafzimmer haben?

Haben Sie die Möglichkeit, sollten Sie statt einer einzelnen Leuchte mehrere Lampen verteilen und sie bezüglich ihrer Funktion auswählen:

  • Eine Deckenleuchte übernimmt tagsüber die Grundbeleuchtung. Als alleinige Lichtquelle wirkt sie jedoch oft ungemütlich. Empfehlenswert ist daher eine dimmbare Deckenleuchte.
  • Am Bett macht sich eine schwenkbare Leseleuchte bestens, die Sie wahlweise als Stand- oder Tischleuchte auswählen können.
  • Stimmungslicht in Form von Lichterketten oder kleinen Tischlampen in den Ecken oder am Bett sind ideal für ein gemütliches Licht im Schlafzimmer.
  • Eine schattenfrei angebrachte Lichtquelle am Spiegel unterstützt Sie morgens beim Ankleiden und Fertigmachen.

Achten Sie beim Lichtkonzept im Schlafzimmer darauf, unterschiedliche Raumebenen mit Lampen auszustatten und vermeiden Sie zum Abend eine reine Beleuchtung von oben durch eine Deckenleuchte.

Müssen Sie in der Nacht öfter aufstehen, etwa auf dem Weg ins Bad oder um nach den Kindern zu schauen, kann Ihnen beispielsweise ein Nachtlicht in Fußleistenhöhe neben der Tür die nötige Orientierung und Sicherheit bieten, ohne Sie wieder komplett wach zu machen. Hier bieten sich Bewegungsmelder an, um die Schlafruhe nicht zu stören.

Lesen Sie dazu auch unseren umfangreichen Ratgeber zum Thema Nachttischlampen!

Ist ein Lichtwecker sinnvoll?

Im Bett schlafen Sie im Idealfall nicht nur entspannt ein, sondern Sie wachen auch erfrischt wieder auf. Tageslicht steht je nach Jahreszeit in den frühen Morgenstunden aber nicht immer zur Verfügung, sodass es mitunter schwer sein kann, das gemütliche Bett zu verlassen.

Abhilfe schaffen hier sogenannte Lichtwecker: Diese simulieren die Lichtverhältnisse während eines Sonnenaufgangs und strahlen immer heller werdendes Licht aus, das die Schlafenden sanft wecken soll. Ideal für Morgenmuffel in den dunklen Wintermonaten.

Fazit

Ein durchdachtes Lichtkonzept im Schlafzimmer trägt entscheidend zu einem erholsamen Schlaf bei. Setzen Sie auf warmweiße, dimmbare Lichtquellen, vermeiden Sie direkte und zu helle Beleuchtung am Abend und kombinieren Sie mehrere Lichtquellen für unterschiedliche Bedürfnisse. So schaffen Sie ein stimmungsvolles Ambiente, das Sie zur Ruhe kommen lässt.